Film: „Tod nach Abschiebung“ am 13.5. im NDR

Im Frühjahr 2010 hatte die Hamburger Filmschmiede PIER 53 mit den Arbeiten an ihrem Dokumentarfilm ‚WADIM‘  begonnen: Die Geschichte eines jungen Mannes, der mit sechs Jahren als Flüchtling nach Deutschland kam, hier aufwuchs und integriert war, trotzdem aber mit 18 Jahren von seiner Familie getrennt und in ein ihm fremdes Land abgeschoben wurde. Fünf Jahre später nahm sich Wadim in Hamburg das Leben.

Vielleicht haben Sie von der Geschichte Wadims und von dem Film, der mehrere Preise erhalten hat und in vielen deutschen Städten sowie in der ARD lief, ja schon gehört.
Drei Jahre nach den ersten Dreharbeiten hatten sie jetzt die Möglichkeit, doch noch mit Wadims Bruder Georg drehen zu können, der jeder Medienöffentlichkeit stets skeptisch gegenüber gestanden hatte. Mit Hilfe dieses langen und sehr eindringlichen Interviews haben sie eine aktualisierte, vollständig überarbeitete TV-Fassung des Dokfilms ‚WADIM‘ geschnitten, die das NDR Fernsehen im Mai sendet:
TOD NACH ABSCHIEBUNG (44 Min., PIER53/NDR 2013)
Eine Dokumentation von Carsten Rau und Hauke Wendler
Erstausstrahlung: Montag, 13.05.13, 22:00 Uhr im NDR.

Veranstaltung „Rassismus und Sprache“

Das Netzwerk Rassismuskritische Migrationspädagogik und die Abteilung für Sozialpädagogik des Instituts für Erziehungswissenschaft der Uni Tübingen veranstalteten einen Abend mit Vorträgen und Podiumsdiskussion in Tübingen, bei der die Problematik des Alltagsrassismus durch bestimmte Wörter und Wendungen angegangen wurde. Viele Begriffe haben eine kolonialistische oder/und nationalsozialistische Geschichte und ihre Verwendung ist oftmals sehr verletzend.
Zu Beginn stand der Vortrag von Prof. Dr. Astrid Messerschmidt von der PH Karlsruhe: „Der Wunsch, rassistisch zu sprechen – Analysen zu einem öffentlichen Phänomen“. Es folgte ein Einwurf von Prof. Dr. Chirly Santos-Stubbe von der HS Mannheim: „Sprache und Geschichte als Alltagserfahrung“. Nach den Vorträgen schloss eine Podiums- und Publikumsdiskussion an. Hier diskutierten im Podium, neben den Vortragsrednerinnen, Annagreta König, eine Psychotherapeutin aus Tübingen und Dr. Gernot Stegert, Redaktionsleiter vom Schwäbischen Tagblatt.
Zeitungsartikel über die Veranstaltung: Schwäbisches Tagblatt
Bericht im Radio Wüste Welle (und Mitschnitte)

 

Demo: Dienstag, 18.12.2012 Aktionsbündnis „Abschiebe-stopp Konstanz“

Abschiebung stoppen! Auch in Konstanz!
Mobilisierungsaufruf des Aktionsbündnis „Abschiebe-stopp Konstanz“ gegen die Verletzung der Menschenrechte von Flüchtlingen in Konstanz und anderswo.
Derzeit finden in Baden-Württemberg wie auch in ganz Deutschland zahlreiche Abschiebungen statt. Entgegen vorangegangener Versprechungen, setzt die grün-rote Landesregierung Baden-Württembergs die Abschiebung von Roma in den Kosovo fort. Ebenso werden nach Serbien, Mazedonien und in andere Balkanstaaten Roma trotz massiver Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen abgeschoben.
Auch in Konstanz wurden in den vergangenen Monaten mehrere Familien und Einzelpersonen abgeschoben. Weitere sind im Moment akut davon bedroht und leben in Angst, weil sie Anfang Januar ausgewiesen werden sollen.
Anlässlich dieser Situation rufen wir zu einer Demonstration am 18. Dezember auf! Wir wollen die deutsche Abschiebepolitik und -praxis sowie alle anderen alltäglichen Menschenrechtsverletzungen, die die Mehrheit der Flüchtlinge und Migrant*innen in diesem Land zu erleiden haben, verurteilen. So werden unter anderem das Recht auf Arbeit (durch Arbeitsverbot), Recht auf Freizügigkeit (durch Residenzpflicht), und das Recht auf Selbstbestimmung missachtet.
Flyer_Demoaufruf_Konstanz
16.30 Uhr
Telekomplatz
(Ecke Moltkestraße, Theodor-Heuss-Straße)